Winterprojekt

 

Liebe Freunde,

vor kurzem erreichte mich eine Email von Andrea Cox, die mich auf das Winterhilfeprojekt der Gesellschaft für bedrohte Völker ev. für die Oglala-Lakota im Pine Ridge Reservat aufmerksam machte. (Eine Kopie der Email finden Sie/findet Ihr unter diesem Text)

Anlässlich der katastrophalen Lage, in der sich die Leute dort befinden, habe ich mir überlegt den gesamten Erlös des Honorars eines meiner Lakotakurse für das Projekt zu spenden.

Wer im Raum Frankfurt/Main, Mainz, Wiesbaden, Mannheim wohnt und sich für einen Lakota-Anfängerkurs interessiert und damit gleichzeitig den Oglala helfen möchte, der kann sich für den folgenden Kurs anmelden:

Der Kurs findet am Wochenende des
24. - 25. November 2007
im
Nachbarschaftshaus Rheinau
Rheinauer Ring 101
68219 Mannheim


Anmeldungen und Infos bitte unter der Rufnummer:

(030) 62 73 2936
(bitte Nachricht auf dem AB hinterlassen)

oder per Email unter

LakotaWounspekia@aol.com


Ich würde mich sehr freuen, wenn es zahlreiche Anmeldungen geben würde.

Herzliche Grüße

Martin Krueger
(Buchautor und Sprachdozent)


WINTERPROJEKT
Pine Ridge Reservat, SD, Badlands

Der bitterkalte Winter kehrt wieder nach Süd Dakota zurück und jeder sollte ein warmes Zuhause haben.

Liebe Freunde,

der Grund dieser E-Mail ist der in kürze wiederkehrende Wintereinbruch in Süd Dakota. Viele von Euch wissen bereits wie schlimm der Winter drüben sein wird (wie jedes Jahr bis zu - 20 C und kälter) Die meisten Familien auf dem Pine Ridge Reservat leben weit unter der Armutsgrenze, deshalb wird auch in diesem Winter vielen Familien nicht möglich sein, Heizmaterial zu kaufen wie z.B. Holz oder das am meisten verwendete Propan Gas. Leider kommt der Truck der Firma PTI erst zu einer Familie wenn sie für mindestens 100 Dollar Propan bestellen. Und das haben viele Familien nicht zur Verfügung. Deshalb sterben jedes Jahr im Winter viele Menschen an Unterkühlung (Erfrierungen, sehr oft alte Menschen)
Deshalb diese Mail und mein Anliegen das mir sehr am Herzen liegt. Wenn Ihr helfen möchtet, das die Menschen im Pine Ridge Reservat gut durch den bitter kalten Winter kommen, spendet bitte auf das Konto der Gesellschaft für bedrohte Völker

(GfbV). Jede noch so kleine Spende kann sehr hilfreich sein. Unterstützt werden wir von der GfbV durch ein humanitäres Konto. Die weltweit anerkannte Organisation GfbV leitet Eure Spenden zu 100 Prozent weiter und das Geld wird nur für Propan Gas und Holz verwendet.
Postbank Hamburg, GfbV, Kto. Nr.7400201, BLZ. 200 100 20 unter dem Stichwort "Winterprojekt". Wenn Ihr eine Spendenbescheinigung benötigt, vergesst nicht Eure Adresse anzugeben. Die Spendenbescheinigungen werden jedes Jahr im Januar - Februar von der GfbV verschickt.
Wenn Ihr noch Fragen haben solltet, könnt Ihr mich gerne anrufen unter Tel: 0621-801116 oder schickt mir eine E - Mail info@andreac.de ich gebe Euch gerne weitere Informationen bzgl. Hilfsmöglichkeiten, z.B. gibt es auch die Möglichkeit durch den Kauf indianischer Handarbeiten, Starquilldecken uvm. den Menschen zu helfen, dass sie ihr dringend benötigtes Holz oder Propan Gas kaufen können. Dies ist möglich über die Singing Horse Trading Post, Roswitha Freier, (Deutsche) in Porcupine, Süd Dakota Tel: 001 605 455 2143. Sie ist auch die Ansprechpartnerin bzgl. des Winterprojekts im Reservat.
Anbei eine Zusammenfassung aus dem Artikel zu diesem Thema, s. unten, von Isabella Schön (DYP) - von der Seite You Can`t gain…"

Vielen Dank für Eure Zeit und Aufmerksamkeit Lila Pilamaya ye, und alles liebe
Andrea Cox

Falls Ihr euch zu einer Spende entscheidet, wäre es nett, wenn ihr mir dies persönlich per E Mail mitteilen würdet. Danke

Diese und viele weitere Hilfsmöglichkeiten, findet ihr auf meiner HP

www.andreac.de unter Aktionen.


Indianer -
Seit es Medien gibt, wurde vieles über sie in Form von Bildern, Büchern und Filmen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Einiges ist authentisch, vieles geht jedoch zugunsten des Unterhaltungseffektes völlig an der Wirklichkeit vorbei. Seit die Esoterikwelle die Ureinwohner Amerikas für sich entdeckt hat, wird in Dutzenden von Büchern die Stammesreligion der Lakota-Indianer ausgeschlachtet. Dem ahnungslosen Leser werden aus dem Zusammenhang gerissene und daher leicht verdauliche Häppchen des komplexen spirituellen Gedankengutes der Lakota präsentiert, nach dessen Konsum er sich dann bestens über dieses Thema informiert glaubt. Diese Art von Büchern nützt meiner Ansicht nach keinem, außer denen, die daran verdienen
Wer sich, gerüstet durch die Unterhaltungsmedien, auf die Suche nach mutigen Kriegern, Wunder vollbringenden Medizinleuten und weisen Alten in eines der Lakota-Reservate in Süd Dakota begibt, glaubt wahrscheinlich "im falschen Film" gelandet zu sein. Denn was er dort vorfindet, ist die Dritte Welt - mitten in den USA. Ich kann hier verständlicherweise nicht alle geschichtlichen und politischen Hintergründe aufzeigen, die dazu geführt haben; zu diesem Thema gibt es ausreichend Literatur.
Seit der Reform des Wohlfahrtgesetzes durch die US-Regierung im Jahr 1997, hat sich die Situation für viele indianische Familien noch verschärft. Und durch die Bush Regierung zunehmend. Die Sozialhilfe wurde drastisch gekürzt, um die Empfänger zur Arbeit zu zwingen. Aber wo soll man arbeiten in einer Region, in der es so gut wie keine Arbeitsmöglichkeiten gibt? Auf die wenigen Stellen, die Indianern zugänglich sind, kommen jede Menge Bewerber und die Bezahlung ist schlecht. Viele versuchen daher, sich mit dem Verkauf von kunsthandwerklichen Gegenständen an Touristen über Wasser zu halten. Oder sie nehmen gefährliche Jobs an, die kaum einer machen will, z. B. bei der Bekämpfung von Waldbränden
Und wer es sich im Winter mit einem Buch über das spirituelle und kulturelle Gedankengut der Lakota- Indianer an der warmen Heizung bequem macht, sollte im Hinterstübchen behalten, dass vielleicht gerade in diesem Augenblick irgendwo in Süd Dakota jemand in seinem Haus erfriert, weil er eingeschneit ist und nicht genügend Geld für ausreichendes Brennmaterial hatte! Das mag sich dramatisch anhören, entspricht aber leider der Wahrheit.
Egal wie gut oder schlecht unser persönlicher Lebensstandard in Deutschland sein mag, unsere Lebensbedingungen sind auf alle Fälle ungleich besser, als in einem der Lakota-Reservate. Ich meine, wer sich mit der Lakota-Stammesreligion, Kultur uvm. beschäftigt, sollte sich auch mit den Lakota-Indianern und ihren Lebensbedingungen beschäftigen. Und er sollte bereit sein, im Rahmen seiner Möglichkeiten materielle Unterstützung zu gewähren. Nicht etwa um irgendetwas käuflich zu erwerben, sondern aufgrund einer ethischen und humanitären Ebene. Einer der spirituellen Leitsätze der Lakota lautet nämlich: "Wir sind alle miteinander verwandt"... In diesem Sinne:

MITAKUYE OYASIN